Die Montignac Diät – Endlich erfolgreich Gewicht verlieren?

Mein Name ist Bartholomäus Weiss und ich werde Ihnen heute im Zuge dieses Gastbeitrags eine Form der Diät vorstellen. Als Ernährungsexperte habe ich über die Jahre bereits von vielen Diäten gehört und auch zu vielen näheres erfahren. Als Ernährungsexperte betrachtet man viele dieser Diäten auch sehr kritisch und findet oft auch problematische Aspekte der Diäten. Seit jeher versuchen Menschen schon mit Diäten und Abnehmprogrammen ihr Gewicht zu reduzieren oder einen gesünderen Lebensstil durchzusetzen. Doch nicht immer sind Diäten ohne Risiken und so muss man generell immer darauf achten, wie man eine Diät umsetzt und wie man es richtigmacht.

Die Montignac Diät - Gesundes Gemüse.

Montignac Diät – das Prinzip dahinter

Im Folgenden wollen wir uns mit einer ganz speziellen Diät befassen. Die Montignac Diät, die häufig auch Montignac Methode genannt wird, wurde 1986 von Michel Montignac entwickelt. Die Besonderheit der Montignac Diät liegt in ihrer wissenschaftlichen Umsetzung. Erfinder Montignac nutzte dabei einen entscheidenden Faktor, den glykämischen Index. Die Glykämie ist der Zuckergehalt im Blut eines Menschen. Im Normalfall liegt dieser im nüchternen Zustand bei etwa einem Gramm pro Liter Blut. Die Konzentration liegt also bei 0,1 %. Nehmen wir Nahrung zu uns, so werden die Kohlenhydrate durch Enzyme in Zucker, im Falle des Körpers Glukose, umgewandelt. Dieser Prozess fängt bereits beim Zerkauen der Mahlzeit an. Wer lange genug auf einem Weißbrot kaut, der wird merken, dass der Geschmack süßlich wird.

Über die Darmwand wird dieser Zucker dann aufgenommen und in den Blutkreislauf aufgenommen. Der Blutzuckerspiegel steigt. Infolgedessen wird das Hormon Insulin ausgesondert, von dem es letztlich abhängt, ob eine Gewichtszunahme stattfindet oder nicht. Der glykämische Index, den die Montignac Diät als Grundlage wählt, gibt dabei das Glykämiepotential eines Kohlenhydrats an. Lange Zeit ging man davon aus, dass identische Mengen Kohlenhydrate, denselben Blutzuckerspiegel hervorrufen. Eine Studie der Standford University in den 1970er Jahren zeigte allerdings ein anderes Bild. Unterschiedliche Kohlenhydrate rufen einen unterschiedlich starken Blutzuckeranstieg hervor.

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Der glykämische Index

1981 wurde dann von Jenkins der glykämische Index entwickelt. Die Montignac Diät hat dabei das Potential dieses Indexes erkannt und in das Prinzip aufgenommen. Der große Fehler vieler Ernährungswissenschaftler damals und auch heute, ist die Nichtberücksichtigung des Stoffwechsels auf die Ernährung. Es wird nicht darauf geachtet, was mit dem Kohlenhydrat passiert. Allein die Aufnahmemenge ist für viele Experten ausreichend. Das dem nicht so ist, wird durch den glykämischen Index einfach und wirkungsvoll bewiesen.

Diese Frau hat durch Diät abgenommen.

Montignac Diät im Detail

Doch wie genau arbeitet die Montignac Diät mit diesem Prinzip und was genau bietet diese Form der Diät eigentlich? Die Montignac Diät fängt bereits mit der Differenzierung von stärkehaltigen Lebensmitteln anhand des glykämischen Indexes an. Diese Lebensmittel lassen sich zunächst einmal in: Getreide, Knollen, Hülsenfrüchte und Obst unterteilen. All diese biologischen Erzeugnisse enthalten Stärke, also Kohlenhydrate, die allesamt einen unterschiedlichen Aufbau haben. In diesen Lebensmitteln ist Stärke als Amylose und Amylopektin vorhanden. Der Quotient aus den beiden Anteilen ist dabei für den glykämischen Index enorm wichtig.

Allerdings kann der Anteil der beiden Stärkebestandteile stark von Pflanzengattung zu Pflanzengattung variieren. Beim Kochen stärkehaltiger Produkte geht dabei ein Teil des Amylopektins in das Wasser über. Bei weiterem Erhitzen geht auch Amylose in die Lösung über. Die Gelatinierung der Stärke ist eine Folge davon und auch der Grund, warum man Stärke immer in kaltem Wasser auflösen muss. Je höher allerdings der Amyloseanteil ist, desto weniger stark gelatiniert die Lösung. Ein geringer glykämischer Index ist die Folge. Andersherum: Je geringer der Amyloseanteil, desto höher der glykämische Index. Das Kochen der stärkehaltigen Produkte kann also den glykämischen Index steigern.

Brot mit fettarmem Schinken.

Stärke ist immer noch ein chemisches Molekül, dass viele Gesichter hat. Es kann sich durch Hitze, Kälte, Druck und weitere Faktoren verändern und hat dadurch gänzlich neue Eigenschaften. Nur dadurch haben warme Spaghetti einen höheren glykämischen Index, als kalte Spaghetti. Dieses wissen kann bei der Montignac Diät angewendet werden. Auch die Verarbeitung der speziellen Lebensmittel kann durch das Wissen um die Stärkemoleküle angepasst werden.

Die Montignac Diät sieht sich selber nicht als eine Form der Diät an, sondern vielmehr als eine Methode oder Lebensweise. Es ist im Grunde genommen ein gesunder Lebensstil, der aber mit dem Wissen über verschiedene Lebensmittelbestandteile verbessert werden kann. So rät die Montignac Diät auch zum Verzehr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die nach wissenschaftlicher Meinung die gesündesten sind. Fette wie Butter oder tierische Fette hingegen sollten vermieden werden. Auch Proteine werden nach ihrem Ursprung unterteilt, denn auch Proteine sind nicht gleich Proteine.

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Phasen der Montignac Diät

Generell lässt sich die Montignac Diät in zwei Phasen aufgliedern. Die erste Phase der Diät setzt sich mit der Reduktion des Körpergewichts auseinander. Durch die Auswahl bestimmter Kohlenhydrate, Proteine und Fette kann so eine ausgewogene Ernährung gewährleistet werden, die satt macht, aber nicht dick. Durch niedrige glykämische Werte kann so die Insulinausschüttung auf ein Minimum gebracht werden. Es wird somit kein Fett mehr angelagert, sondern vielmehr werden bereits vorhandene Fettreserven „verbrannt“. Der Prozess der Thermogenese steht dabei im Vordergrund dieser ersten Phase der Montignac Diät.

Im nächsten Schritt wird auf Stabilisierung und Vorbeugung gesetzt. Weiterhin ist der glykämische Index das zentrale Werkzeug, mit dem bestimmte Kohlenhydrate gewählt werden. Der große Unterschied zur ersten Phase liegt aber darin, dass der Verzehr von Nahrungsmitteln mit höherem glykämischen Index möglich ist, unter Beachtung der Gesamtaufnahme von Kohlenhydraten und weiteren Bestandteilen. Der große Vorteil der Montignac Diät liegt dabei im verhältnismäßig geringen Aufwand. Die Ernährungsweise muss nicht komplett umgestellt werden, sondern nur angepasst werden. Unter Beachtung des glykämischen Indexes kann so ein Erfolg beim Kampf gegen das Übergewicht erzielt werden.

Fazit

Die Montignac Diät ist dabei aber kein universelles Allheilmittel, wie man vielleicht denken mag. Doch das Scheitern vieler zwangsbehafteten Kohlenhydratdiäten lässt die Montignac Diät zumindest glaubhaft wirken, was auch durch wissenschaftliche Studien immer wieder bekräftigt wird. Auch die Erfahrungen vieler Probanden und Menschen sprechen für die Montignac Diät, als eine der wenigen Methoden, um das Gewicht langfristig und effizient zu senken. Das Problem vieler anderer Diäten ist nämlich die starke Gewichtszunahme nach einer Diät, die eben mit dem Stoffwechsel zusammenhängt. Ein Verzicht auf Kohlenhydrate ist nicht nur albern, sondern auch noch gefährlich, denn was eigentlich gut gemeint ist, rächt sich doch meist auf sehr bittere Weise.

Die Montignac Ernährung hat spezielle Regeln in Bezug auf Obst.

Ernährung alleine sollte allerdings nie die einzige Lösung im Kampf gegen das Übergewicht sein. Denn Studien zeigen auch, dass zwar die Aufnahme von Kohlenhydraten kontinuierlich sinkt, die Zahl der Übergewichtigen aber explodiert. Die Ernährung sollte an den Lebensstil angepasst werden, aber ein gesunder Lebensstil zeichnet sich noch durch viele weitere Faktoren aus. Ein gesunder Geist macht einen gesunden Körper, heißt es in vielen fernöstlichen Sprüchen. Stress und negative Gefühle, so zeigen weitere Studien, sind nämlich auch ein Faktor für die Gewichtszunahme.

Zur Montignac Diät gehört es also auch Sport zu treiben und einen ausgeglichenen Alltag zu haben. Erst wenn all diese Elemente zusammenkommen sind die Konditionen für ein gesünderes Leben gegeben. Wer dabei noch in gute und frische Lebensmittel investiert, der kann nichts falsch machen. Ein kompletter Verzicht auf ungesunde Lebensmittel ist dabei keine Vorschrift. Aber wie heißt es so schön: Maßlosigkeit stört das innere Gewicht. In Maßen genossen ist alles gut, in Massen genossen nicht.

An dieser Stelle bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit als Leser und hoffe, dass Ihnen dieser Artikel die Montignac Diät und das Prinzip dahinter etwas näher gebracht hat.

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