Die 5 : 2 Diät

wenn Sie Diät-Neuling sind, dann fragen Sie sich sicher, was denn mit der 5:2 Diät um Himmels willen gemeint sein könnte.

Wenn Sie sich schon länger mit Thema Diät auseinander gesetzt haben, dann wissen Sie wahrscheinlich, dass die 5:2 Diät eine Form des Intervall-Fastens ist. Ein anderer Name für Intervall-Fasten ist „Intermittierendes Fasten“.

Mein Name ist Maximilian Neubauer, ich betreibe einen Fitness-Blog. In meinem Blog informiere ich meine Besucher immer wieder auch über die Themenbereiche „Gesunde Ernährung“, „Fitness“ und „Diäten“.

Deshalb will ich Ihnen hier gerne das Konzept und die Vor- und Nachteile der 5:2 Diät vorstellen.

Messer und Gabel auf Tisch bei 5 zu 2 Diät

Wer hat die 5:2 Diät entwickelt?

Dazu kursieren in verschiedenen Berichten unterschiedliche Angaben.Fest steht, dass die 5:2 Diät unter diesem Namen bei uns hauptsächlich durch den britischen Journalisten und Arzt Dr. Michael Mosley bekannt gemacht wurde.

Mosley hat über die Diät-Konzepte von Michelle Havarie, einer Ernährungsmedizinerin an der Universität Manchester und der amerikanischen Ernährungsmedizinerin Krista Varady  einen Film für die BBC gemacht und danach zusammen mit Mimi Spencer ein sehr populäres Buch veröffentlicht, in dem er die 5:2 Diät vorstellt.

Wie funktioniert die 5:2 Diät?

Ganz einfach: an zwei Tagen in der Woche wird gefastet. An den restlichen fünf Tagen bestimmen Sie selbst, was Sie essen. An den beiden Fastentagen werden Sie aber nicht auf eine 0-Diät gesetzt sondern Frauen dürfen 500 Kalorien zu sich nehmen und Männer 600. Der Abnehmerfolg soll sich recht schnell einstellen. Frauen können ca. ein halbes Kilo pro Woche abnehmen. Männer sogar ein bißchen mehr.

In vielen Berichten über die 5:2 Diät wird geschrieben, dass man an den fastenfreien Tagen essen kann, was man will. Was natürlich die Fans von Fastfood jubeln lässt. Aber ganz so extrem sollten die Regeln dann doch nicht ausgelegt werden.

Dr. Mosley selbst empfiehlt, sich an den fastenfreien Tagen gesund zu ernähren und erklärt ausdrücklich, dass die 5:2 Diät nicht funktionieren wird, wenn man es an den fastenfreien Tagen mit dem Fastfood übertreibt. Die 500 bzw. 600 Kalorien an den beiden Fastentagen können Sie auf eine oder mehrere Mahlzeiten verteilen. An den Fastentagen steht auch viel Trinken auf dem Programm.

An den Nicht-Fastentagen können Sie rund 2000 Kalorien zu sich nehmen.

Dabei sollten Sie aber, wie gesagt, nicht unbedingt Fast-Food und mengen weise Kuchen auf Ihren Speiseplan setzen. Je kalorienbewusster, ausgewogener und gesünder Sie sich an den Nicht-Fastentagen ernähren, umso größer ist ihr Abnehmerfolg.

Dr. Mosley sagt in einem Interview mit der Zeitschrift Elle am 23.Mai 2017 auf die Frage, ob er die Diät selbst ausprobiert hat:

Ja, ich habe 9 kg in drei Monaten abgenommen, mein Körperfettanteil sank von 28 Prozent auf 21 Prozent und ich habe 10 cm Bauchumfang verloren. Mein Cholesterin hat sich verbessert und mein Blutzucker entwickelte sich von „diabetisch“ zu normal. Seitdem sind zwei Jahre vergangen und ich habe mein Gewicht halten können.

Die 5:2 Diät im Video erklärt:

Ist die 5:2 Diät gesund?

In zahlreichen Berichten werden immer wieder Studien erwähnt, die die gesundheitlichen Vorteile der 5:2 Diät betonen. Dr. Mosley selbst sagt in dem oben erwähnten Interview mit der Zeitschrift Elle dazu:

Bei diesem sogenannten intermittierendem Fasten verliert man mehr Fett in kürzerer Zeit als bei einer herkömmlichen Diät. Man sieht außerdem Verbesserungen in der Insulinsensitivität; das heißt, dass der Körper weniger Insulin produzieren muss, um den Blutzucker nach einer Mahlzeit auf ein Normallevel zu bringen. Das ist wichtig, weil es die Risiken für Diabetes, manche Krebsformen (vor allem Brustkrebs) und Demenz senkt.

Wie alltagstauglich ist die 5:2 Diät?

An den fünf normalen Tagen essen Sie wie gewohnt. Es sei denn, Sie haben sich vor Beginn der 5:2 Diät extrem ungesund ernährt und wollen jetzt auf eine ausgewogenere Kost umsteigen. Aber auch im letzteren Fall müssen Sie nur andere Lebensmittel einkaufen und vielleicht auch einmal selbst kochen.

An den Fastentagen müssen Sie sich ein wenig mehr um ihre Ernährung kümmern und auch auf die Kalorien achten, damit Sie die erlaubten 500 Kalorien bei Frauen bzw. 600 Kalorien bei Männern nicht überschreiten.

Die Gerichte an den Fastentagen sollten möglichst aus Gemüse, magerem Fleisch, Fisch, Eiern oder fettarmen Milchprodukten bestehen. Tabu sind Brot, Gebäck, Kartoffeln und Nudeln, ebenso wie Zucker und Süßigkeiten. Und auch der Alkohol wird gestrichen.

Auf welche Wochentage sollte ich die beiden Fastentage legen?

Das können Sie selbst entscheiden. In Berichten ist oft davon die Rede, dass am Wochenende keine Fastentage eingelegt worden sind, damit man auch zusammen mit der Familie oder Freunden schlemmen kann.

Und einige Anwender haben die Fastentage auch bewusst auf Wochentage gelegt, an denen sie arbeiten. Weil Sie dann mit anderen Sachen beschäftigt waren und nicht dauernd ans Essen denken mussten.

Aber auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Wenn Sie sich für die 5:2 Diät entscheiden, können Sie selbst ausprobieren, wann die beiden Fastentage am besten in Ihren Tagesablauf passen.

5 zu 2 Diät Vorteile

Was sind die Vorteile der 5:2 Diät?

Das Verzichten auf heißgeliebte Leckereien wie Kuchen oder Pizza ist für viele, die eine Diät machen wollen, eine große Hemmschwelle. Und wenn sie die Diät dann durchführen sind diese Verzichtsmomente immer sehr kritisch. Bei der 5.2 Diät fallt vielen der Verzicht an den beiden Fastentagen leichter, weil sie sich sagen können: „Morgen darf ich das ja wieder essen“.

Die 5:2 Diät kann langfristig durchgeführt werden und verspricht in vielen Bereichen eine gesundheitliche Verbesserung.

Die Kalorienreduktion auf 500 bzw. 600 Kalorien an den Fastentagen ist für die meisten ohne große Probleme zu schaffen.Wenn Sie an den „normalen“ Esstagen dann auch noch auf eine ausgewogene Ernährung zurückgreifen, dann werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch abnehmen.

Und das in der Regel ohne den vielzitierten JoJo-Effekt.

Nachteile bei der 5.2 Diät gibt es aus meiner Sicht keine.

Es gibt allerdings einige Personengruppen, die die 5:2 Diät nicht machen sollten. Auch hierzu wieder ein Zitat von Dr. Mosley aus dem Interview mit der Zeitschrift „Elle“ vom 23.05.2017:

Die Diät ist für schwangere und stillende Frauen nicht zu empfehlen, genauso wenig wie für Kinder, die noch im Wachstum sind. Außerdem ist sie nicht für Untergewichtige oder Menschen mit Essstörungen geeignet. Wenn du Diabetiker bist oder Medikamente einnimmst, solltest du die Diät vor Beginn mit deinem Arzt absprechen.