Östrogen-Dominanz

Speziell in den Wechseljahren kann es zu einer sogenannten Östrogen-Dominanz kommen. Was man darunter versteht und wie man es behandeln kann erfahren Sie im nachfolgenden Text.

Frau nach Gewichtszunahme durch Östrogendominanz

Definition

Als Östrogen-Dominanz bezeichnet man eine häufig auftretende Folge der Wechseljahre. Dabei handelt es sich um ein zu starkes Ansteigen des Östrogen-Spiegels. Im Gegenzug verringern sich die anderen wichtigen Hormone wie Progesteron im Körper. Dies bringt negative Effekte mit sich, da das Verhältnis zwischen den verschiedenen Hormonen immer beibehalten werden sollte.

Nicht nur während der Wechseljahre kann dieses Symptom entstehen. Auch durch äußere Einflüsse wie z.B: das Einnehmen der Anti-Baby-Pille oder den Weichmacher-Stoffen in vielen Plastik-Gegenständen kann es zu einer Östrogen-Dominanz kommen:

Folgende Beschwerden können autreten:

  • Man wird leicht reizbar: Durch das unausgeglichene Verhältnis der Hormone im Körper leiden viele Frauen unter Stimmungsschwankungen und werden schnell sauer bzw. schlecht gelaunt.
  • Schmerzen im Brust- und Gelenkbereich: Auch diese Symtome können auftreten und zusätzlich sehr unangenehm sein.
  • Gewichtszunahme und Schilddrüsenunterfunktion: Ebenfalls negative Auswirkungen der Östrogen-Dominanz sind die Zunahme des eigenen Körpergewichts sowie ein schlechterer Stoffwechsel.

Fazit

Da eine Östrogen-Dominanz nicht nur körperliche Probleme, sondern auch Stimmungsschwankungen und andere negative Effekte mit sich bringt , sollte man dieses Symptom unbedingt behandeln.

Wie behandelt man eine Östrogen-Dominanz?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten eine Östrogen-Dominanz zu behandeln. Wichtig ist hierbei nur, dass die Hormone in den Blutkreislauf gelangen. Dementsprechend sollte man mit geringen Dosen in die Behandlung einsteigen. Zum einen kann man die Behandlung mit einer Östrogencreme durchführen. Diese Creme beinhaltet das Hormon Progesteron und hilft enorm bei der Behandlung der Östrogen-Dominanz.

Der Vorteil hierbei ist außerdem, dass diese Cremes zumeist körperidentische Östrogene wie das Östradiol oder das Östriol verwenden. Hergestellt werden sowohl das Östriol als auch das Östradiol aus Soja-Bohnen oder der Yams-Wurzel. Mithilfe einer Östrogencreme sollten Sie sehr schnell Erfolge erzielen.

Östrogencreme bei östrogedominanz

Als weitere Alternative empfehlen wir sogenannte Phytohormone. Diese Stoffe werden im Gegensatz zur Östrogencreme oder dem Östriol teilweise über die Nahrung ganz nebenbei eingenommen. Deshalb können Sie eine Behandlung mit dieser Methode in der Regel problemlos in den normalen Tagesablauf integrieren. Hier sind einige Nahrungsmittel, die eine große Menge an Phytohormonen enthalten: Karotten, Papaya und Kopfsalat.

Auch Heilpflanzen mit Phytohormon-ähnlichen Substanzen finden sich in der alternativen Heilmedizin. Wir empfehlen zum Beispiel: Schafgarbe, Frauenmantel oder Passionsblume. All diese Heilkräuter können sie am besten als Tee einnehmen.

Ebenfalls empfehlenswert ist wie so oft viel Bewegung und Sport. Wenn Sie regelmäßig Sport oder Bewegung haben, kann sich dies durchaus positiv auf den Östrogen-Spiegel auswirken. Hier gibt es einige Möglichkeiten, mit denen Sie recht schnell Erfolge erzielen können. Am besten funktioniert dies Mithilfe von Yoga, Tanzen oder anderen Ganzkörper-Sportarten.

Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit, Östrogene in Form eines Pflasters oder eines Östrogengels anzuwenden. Die Methode des Östrogengels ist meist sehr einfach durchzuführen und kann in den meisten Fällen ohne große Nebenwirkungen angewendet werden. Der große Vorteil im Vergleich zur Östrogencreme ist, dass man die Substanz zur sofortigen Anwendung in der nächsten Apotheke bekommt.

Andererseits sollte man beachten, dass Östrogengel leider nicht immer vom Körper aufgenommen wird. Außerdem können Östrogen-Pflaster leicht die Haut reizen und sich bei sportlichen Aktivitäten ablösen.