Die Pfundsdiät

Guten Tag, liebe Leser und Leserinnen!

Mein Name ist Dr. Alfred Maurer und heute werde ich euch von der Pfundsdiät berichten. Einfach ausgedrückt geht es bei der Pfundsdiät darum, Fett zu reduzieren und Sport zu betreiben, um somit Abzunehmen.

Pfundsdiät

Credo von Professor Volker Pudel (1944 bis 2009), der Erfinder der Pfundsdiät, meinte nämlich: „Nur Fett macht fett; Fett reduzieren und ausreichend bewegen, dann schwinden Fettdepots dauerhaft.“. Auf dieser Basis entwickelte er seine die Pfundsdiät. Diese wird seither von vielen Krankenkassen empfohlen und bei einigen professionellen Schlankheitsprogrammen für Übergewichtige zum festen Bestandteil ernannt.

Eine Neuversion der Pfundsdiät wurde Anfang der 90iger Jahre von dem Göttinger Ernährungspsychologen Prof. Dr. Volker Pudel herausgebracht. Er brachte das Buch „PfundsFit – Das Abnehmbuch“ 2005 zusammen mit dem Stuttgarter Sportwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Schlicht heraus. Dieses fokussiert sich gleichermaßen auf die beiden Komponenten Ernährung und Bewegung.

Wie funktioniert die Pfundsdiät?

Die Pfundsdiät dauert 10 Wochen lang. Innerhalb dieses Zeitraums sollen die Anwender lernen, wie sie sich fettärmer ernähren und wie die Regeln dieses Diätprogramms lauten. Die Pfundsdiät setzt nämlich auf eine langanhaltende Ernährungsumstellung, um einen Abnehmerfolg dauerhaft zu erzielen. Ob die Diät allerdings funktioniert und wie viel man im Endeffekt tatsächlich abnimmt, ist davon abhängig, wie genau sich Anwender an die Vorgaben der Pfundsdiät halten.

Jemand mit viel Disziplin und wenig Fettzufuhr senkt sein Gewicht natürlich mehr, als jemand, der es mit der Fettzufuhr nicht so genau nimmt. Außerdem nimmt man mit mehr Sport natürlich auch mehr ab.

Zu Beginn der Pfundsdiät stehen ausführliche Test- und Fragebögen aus den Diät-Ratgebern von Professor Pudel wie etwa “Pfunds-Kur – Lust auf Leben” aus dem Hampp Verlag. Mit diesen soll herausgefunden werden, welche Ernährungs- sowie Sportgewohnheiten vorliegen bzw. wie es mit diesen aussieht. Anhand der Auswertung soll anschließend ein persönlicher Plan erstellt werden. Prinzipiell ist das Konzept der Pfundsdiät, anders als bei den meisten anderen Diäten, dass keine Kalorien gezählt werden, sondern die Fettmenge.

Egal für welche Diät du dich entscheidest:
Meistens wirst Du scheitern. Ich habe es geschafft und hier verrate ich Dir wie:

Am Tag dürfen 60 Gramm Fett nichts überschritten werden. Dabei wird allerdings nicht das Gewicht von Fett gemessen, sondern es wurde eine eigene Maßeinheit entwickelt, nämlich „die Fettaugen“. Drei Gramm Fett entsprechen einem Fettauge, was bedeutet, dass pro Tag 20 Fettaugen erlaubt sind.  Deswegen wird die Pfundsdiät unter anderem auch “Fettaugendiät” genannt.

Der zweite wichtige Bestandteil der Pfundsdiät ist natürlich die Bewegung. Bei ausreichender körperlicher Betätigung sammelt man Fitpunkte, so genannte “Fittis”. Mit diesen lassen sich zusätzliche Fettaugen verdienen – mit einem Fitti ein zusätzliches Fettauge. Wer also viel Sport treibt, darf folglich mehr essen.

Müsli

Rezeptvorschläge aus der Pfundsdiät

Es gibt viele fettarme Rezepte, die einem dabei helfen, einen Diätplan für jeden Geschmack auszuarbeiten. Die Pfundsdiät ist vor allem dafür bekannt, schmackhafte und fettarme Gerichte zu haben. Einige davon habe ich heute für euch vorbereitet, damit ihr sie ganz einfach nachkochen könnt. Diese sind:

  • Kräuternudeln
  • Früchtesuppe
  • Apfel-Knusper-Müsli

Kräuternudeln

Benötigt werden:

  • 300 ml Gemüsesuppe
  • 350 g Nudeln (Hörnchen)
  • 150 g Bohnen
  • 500 g Blattspinat
  • 1 Zwiebel
  • Küchenkräuter (gemischt)
  • 20 g Butter
  • Halbe Zitrone
  • 8 Basilikumblätter
  • Salz
  • Pfeffer

Tipp: Die Nudeln immer im offenen Kochtopf mit viel Wasser kochen, da das Wasser sonst rasch überkochen kann und die Nudeln anfangen zu kleben. Zusätzlich sollte oftmals umgerührt werden und die Nudeln sollten von dem Küchenherd genommen werden, wenn sie noch Biss haben.

Zubereitung:

  1. Zuerst die Bohnen abspülen, reinigen und zerkleinern.
  2. Anschließend den Blattspinat abspülen und in Streifen schneiden.
  3. Nun die Zwiebel von der Schale befreien und in feine Würfel schneiden.
  4. Die Küchenkräuter abspülen, trockenschütteln und grob hacken.
  5. Dann in einem Kochtopf Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig weichdünsten.
  6. Nach einer Weile die Bohnen hinzufügen und die Gemüsesuppe aufgießen.
  7. Das Ganze bei geschlossenem Deckel 6 Minuten gardünsten, den Blattspinat sowie die Küchenkräuter hinzufügen und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer kräftig abschmecken.
  8. Das Gericht zur Seite stellen und währenddessen die Nudeln vorbereiten.
  9. Diese mit reichlich Salzwasser aufwallen lassen und al dente gardünsten.
  10. Die Zitrone auf die Nudeln ausdrücken.
  11. Anschließend die Basilikumblätter abspülen, trockenschütteln und in grobe Streifen schneiden.
  12. Die Nudeln abrinnen lassen.
  13. Nun das Gemüse und Küchenkräuter unter die Nudeln rühren.
  14. Zum Schluss mit dem Saft einer Zitrone nachwürzen und die Basilikumstreifen vorsichtig unterziehen.
  15. Servieren und genießen.

Früchtesuppe

Benötigt werden:

  • 1 kleine Mangofrucht
  • 8 Orangen
  • 3 Bananen
  • 2 Kiwi
  • 6 Erdbeeren
  • 1/2 Frische Ananas
  • 125 g Joghurt (1,5% Fett)
  • 8 Stück Vollkornzwieback
  • 2 Esslöffel Honig
  • 1 kleiner Bund Zitronenmelisse

Zubereitung:

  1. Zuerst die Orangen halbieren und auspressen und die Bananen schälen.
  2. Nun Orangensaft, Banane und Honig mit einem Mixer pürieren.
  3. Die übrigen Früchte waschen, falls nötig schälen und in Stücke schneiden.
  4. Diese anschließend in tiefe Teller legen und mit dem pürierten Saft übergießen.
  5. Dann die Zitronenmelisse waschen und trockentupfen. Nun fein facken.
  6. Jetzt 1 bis 2 Esslöffel Joghurt auf die Früchtesuppe gießen und die Melisse darüber streuen.
  7. Zum Schluss zusammen mit dem Zwieback servieren und genießen.

Du fragst Dich, wann das Diäten endlich ein Ende hat?
Ich habs geschafft – und zwar so:

Apfel-Knusper-Müsli

Benötigt werden:

  • 6 Esslöffel Vollkornflocken (Roggen, Weizen oder Hafer)
  • 1/4 1 Milch (1,5% Fett)
  • 125 g Joghurt (1,5% Fett)
  • 1 Banane
  • 2 Äpfel
  • 10 g Gehobelte Mandeln
  • 2 Esslöffel Sanddornsaft (Reformhaus)
  • 4 Esslöffel Cornflakes
  • Saft einer Zitrone

Zubereitung:

  1. Zuerst die Banane schälen und die Äpfel waschen, schälen und in feine Scheiben schneiden.
  2. Nun die Banane ebenfalls in feine Stücke schneiden.
  3. Anschließend die übrigen Zutaten, bis auf das Cornflakes, mit dem Obst in einer Schüssel vermischen.
  4. Diese mit einem Teller zugedeckt lassen.
  5. Etwa eine ¼ ziehen lassen.
  6. Zum Schluss das Müsli in Schüsseln verteilen und das Cornflaes dazu streuen.
  7. Servieren und genießen.
Pfundsdiät

Was sind die Vorteile der Pfundsdiät?

  • Bei der Pfundsdiät sind keine Lebensmittel verboten.
  • Durch das Essen von sättigenden und kohlenhydratreichen Speisen muss nicht gehungert werden.
  • Es gibt kein Kalorienzählen.
  • Die langfristige Änderung des Ess- und Bewegungsverhaltens steht im Vordergrund der Pfundsdiät.
  • Die Pfundsdiät kann alleine, aber auch im Rahmen einer Gruppenkur durchgeführt werden.
  • Der Gewichtsverlust braucht Geduld, Ausdauer und Disziplin, bleibt dafür allerdings lange vorhanden und resultiert keinen Jojo-Effekt.

Was sind die Nachteile der Pfundsdiät?

  • Ein eindeutiger Kritikpunkt ist allerdings, dass zu wenig Wert auf Zuckerverzicht gelegt wird – wer nämlich zu viel Zucker anstatt von Fett isst, könnte trotzdem dick bleiben.
  • Der Fokus liegt nur auf Fett – allerdings sind Kohlenhydrate ebenso mitverantwortlich für Übergewicht, und von denen wird bei der Pfundsdiät reichlich gegessen.
  • Das Zählen von Fettaugen anhand der Tabellen ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

Champignons und Tomaten

Fazit zur Pfundsdiät

Die fettarme Ernährung in Kombination mit der täglichen Bewegung tut dem Körper gut. Zusätzlich werden Fettdepots abgebaut, gefährliche Blutfette gesenkt und die Kondition verbessert sich. Hunger und Mangelzustände gibt es nicht. Außerdem werden in zehn Wochen neue Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten eintrainiert, die viele Teilnehmer nach dem Abschluss der Diät teilweise beibehalten.

Ein anderer Punkt ist, dass man bei der Pfundsdiät also keine Kalorien zählen muss, dafür aber „Fettaugen“ und „Fittis“ – das bedeutet, dass die Diät ohne strenge Verbote auskommt, allerdings den Fettverbrauch einschränkt und zu viel Bewegung ermuntert. Nachdem man dann Fittpunkte gesammelt hat, darf etwas mehr geschlemmt werden.

Alles „schön und gut“ – allerdings muss ebenso angemerkt werden, dass Kohlenhydrate zur Gewichtszunahme ebenso einen Beitrag leisten, wie Fett es tut. Ob dies im Endeffekt also eine sichere Methode zum Abnehmen ist, ist fraglich. Fettreduzierung ist auf jeden Fall ein guter Anfang, um den Abnehmpronzess „ins Rollen zu bringen“ – zu viel Zucker und Kohlenhydrate hindern diesen nach einiger Zeit allerdings.

Meiner Meinung nach ist die Pfundsdiät also eine gute Basis, erfordert allerdings einen kleinen „Feinschliff“ – nämlich das Reduzieren von Kohlenhydraten. Stattdessen können Vollkornprodukte und mehr Vitamine und Proteine durch Gemüse und Fisch gegessen werden. Diese, in Kombination mit der Pfundsdiät, wären also meiner Meinung nach ein sicherer Weg, um langfristig und gesund abzunehmen.

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